Blogreanimation

Jaja, die Vorsätze, das Leben und der ganze Rest…
Ich lebe noch, und ich will wieder bloggen, ich hab’s gaaaanz fest vor!
Liest hier überhaupt noch jemand?

Es hat sich viel getan in Morgies Welt:

Im Juni bin ich Tante der kleinen Emma geworden – ein rundum zufriedener kleiner Sonnenschein und laut meiner Mama das drittsüßeste Baby aller Zeiten:

Natürlich habe ich viel gestrickt und gehäkelt und gesponnen, aber ich versuche erst gar nicht, die ganze Fotoflut nachzureichen.
Und natürlich war ich auch wieder viel unterwegs, handarbeitstechnisch.
Zum Beispiel auf dem Wollmarkt in Vaterstetten, fürchterlich erkältet und zur Vorsicht mit Mundschutz….
2014-10-11_Mundschutz_0001_klein

Neben diversen Sträkeltreffen war ich des öfteren bei der Wollmeise, wo ich mich dieses Jahr auch endlich mit Tina getroffen habe.
2015-02_Tina_0001

Was mich aber letztendlich dazu bewogen hat, mein Blog wiederzubeleben, ist Folgendes:
Natürlich gibt es unter meinen handarbeitenden Freundinnen auch einige, die wunderbar nähen können. Ich hab das immer bewundert, aber für mich selbst nie in Erwägung gezogen. Damit wollte ich nicht auch noch anfangen: kein Platz, keine Zeit, kein Geld für NOCH ein Hobby (übrigens habe ich das vom Spinnen auch immer behauptet).
Kurz vor Weihnachten gab es beim Discounter eine billige günstige Nähmaschine, und mein Papa war es, der mich darauf aufmerksam gemacht hat. Mit Müh und Not konnte ich ihn davon abhalten, mir dieses Ding zu Weihnachten zu schenken.
Nachfragen bei besagten handarbeitenden Freundinnen haben sowieso ergeben, dass mir die Mehrzahl von dieser Maschine abgeraten hat. Aber von allen Seiten kam immer weiter Input in diese Richtung, bis mir die liebe Helga ihre kleine Discountermaschine als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat.
Ich hab mich sehr darüber gefreut, aber da stand sie nun erst mal….
Über die Wochen habe ich mir ein paar Dinge zusammengekauft, günstige Stoffe, Schere, was man eben so für den Anfang braucht. Und dann saß ich da wie der Ochs vorm Berg und wusste nicht, wie anfangen. Den Faden konnte ich einfädeln, aber das war’s dann auch schon.
Und wieder waren es die „Mädels“, die meinten: Morgie, schau dich doch mal bei Dir in der Nähe um, manche Stoffläden bieten Nähkurse an.
Einen Klick später hatte ich festgestellt, dass ich ein nettes kleines Lädchen namens Villa Wunderbunt quasi direkt vor der Haustür hatte!
Und wie es der Zufall so will, fand am selben Abend ein Nähkurs statt: Babymützen, in 4 Stunden, das sollte zu schaffen sein. Und was für ein Zufall, dass noch ein Platz frei war! Also habe ich nur 3 Stunden später das Leihmaschinchen eingepackt und bin sehr, sehr aufgeregt dort hingefahren.
2015-02-23_Nähkurs_0001_klein

Alle anderen Mädels waren in meinen Augen Vollprofis, und ich habe ganz schön geschwitzt mit dem Gefummel aus winzigkleinen Jerseyfetzen. Und ja, ich wurde auch etwas ausgelacht aufgezogen, weil ich mich glaub ich nicht besonders geschickt angestellt habe.
Aber nach 4 Stunden Mühe ist eine sehr unperfekte, aber sehr süße Wendemütze für die Babynichte herausgekommen.
2015-02-23_Nähkurs_0004

Nichts gegen Deine Nähmaschine, liebe Helga – aber nach dem Abend war klar: wenn ich dabei bleibe, muss was Anderes her, mit Oberstofftransport und so.Und zwar schnell, ich hatte Blut geleckt!
Tja, was für ein Zufall (schon wieder), dass es zwei Orte weiter einen Nähmaschinenhändler gibt. Und natürlich habe ich am nächsten Tag direkt dort angerufen und bin gleich nach der Arbeit hingefahren. Ich wollte eine gebrauchte Pfaff, einen Traktor, gerne älter, und idiotensicher, für den Anfang, zum Üben halt.
Der Mann verstand aber seinen Job, hat sich nach Feierabend noch fast 2 Stunden Zeit genommen, mich ausgiebigst beraten, und ich war ungeplanterweise um sehr viel Geld ärmer.

Keine 24 Stunden, nachdem ich zum ersten Mal genäht hatte, zog also Berta bei mir ein
Das war vor genau 3 Wochen.
2015-02-24_Berta_0001_klein

Ich wollte das nicht, wirklich!!!
Aber so ist das wohl mit den Leidenschaften: die Vernunft wird nicht gefragt.

Seitdem habe ich mein halbes Wohnzimmer entrümpelt und umgeräumt, denn die exponentiell wachsende Sammlung an Stoffen, Schnittmustern und allerlei Kleinkram muss ja auch irgendwo hin.
Und ich bin völlig dem Nähvirus verfallen und beschäftige mich in jeder freien Minute mit nichts Anderem.

Ich sag’s Euch, Welten tun sich da auf, ach was sag ich: ein ganzes Universum!!

Berta und ich haben uns in den 3 Wochen schon ganz gut angefreundet, und ich gehe davon aus, sie wird mich lange Zeit begleiten. Und ein bisschen was haben wir schon zustanden gebracht.
Zeig ich Euch alles in den nächsten Tagen, versprochen!

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2 Gedanken zu “Blogreanimation

  1. Berta ist der Hammer! Niemals würde ich mich daran setzen, hab echt Respekt … auch vor deinen vielen Nähereien, die ich ja immer wieder bewundern kann. Man merkt dir deine Begeisterung an, immer wieder. Das finde ich so klasse! Viel Freude am Nähen weiterhin und es war megaschön, dich persönlich kennenzulernen, wenns auch nur kurz war. Ich komme wieder in deine schöööööne Heimat und hoffe, dich dann nochmal zu sehen 🙂

    Viele liebe Grüße, Tina

  2. Danke für die Grüße, liebe Tina!
    Wovor hättest Du denn Respekt?
    So eine Berta beißt ja nicht 😉
    Ich dachte mir, ich versuch’s halt einfach mal, mehr als schiefgehen kann es ja nicht!

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