Hört, hört!

Ich muss Euch unbedingt erzählen, was ich neuerdings beim Stricken so nebenher mache!

Normalerweise läuft das so: ich komme nach Hause, und so ziemlich als erstes schmeiße ich PC und Fernseher an und lasse mich berieseln, während ich stricke; meistens von Trash-TV, mäßig interessanten Reportagen und sonstigem Schrott, bei dem man nicht ständig auf den Bildschirm schauen muss.
Eigentlich Zeitverschwendung…
Ich weiß, manche von Euch mögen gerne Hörbücher beim Stricken – ich nicht.
Keine Ahnung warum, vielleicht weil ich da doch zu sehr aufpassen muss, oder weil mir das zu langatmig ist, oder weil ich Bücher einfach lieber mag.

Vor ca. 2 Wochen habe ich die perfekte Strick-Unterhaltung für mich entdeckt:
Podcasts!

Auf die Idee hat mich ein Blogbeitrag von Aud gebracht.
Dann bin ich bei Ravelry auf die Gruppe „Podcasting auf Deutsch“ gestoßen – und es haben sich Welten aufgetan!
Frauen erzählen auf angenehm ruhige oder auch spritzig-witzige und meistens sehr informative Art aus ihrem kreativen Leben.
So ein Podcast dauert meistens zwischen 20 Minuten und einer Stunde, und man hat das Gefühl, man sitzt bei einer Bekannten im Wohnzimmer, strickt so vor sich hin und lauscht ihren Erzählungen.
Ich finde das nicht nur angenehm, mich beim Stricken sozusagen in doppelter Hinsicht mit meinem Lieblingshobby zu beschäftigen, sondern auch sehr inspirierend.
Da ist von neuen Mustern die Rede, ich als Nicht-Spinnerin lerne viel über Faserarten, Zwirntechniken und sowas, und ich beschäftige mich mit Themen aus dem alltäglichen Leben, die mir sonst nicht so geläufig sind.
Ich könnte noch ewig weiter schwärmen

Mittlerweile gibt es doch einige Strick- und Spinnpodcasts auf deutsch, die man mittels iTunes oder Feedreader abonnieren und auf Smartphone oder iPod auch unterwegs hören kann.
Die Mädels kommen aus ganz Deutschland, kennen sich virtuell und teilweise auch real untereinander, und es herrscht da eine sehr nette Gemeinschaft.

Die ersten beiden Pocasts, durch die ich mich jetzt momentan höre, möchte ich Euch kurz vorstellen.

Da ist zum Einen „Die urbane Spinnstube“ von Distelfliege alias Ziska aus Berlin.
Sie erzählt mit sehr angenehm ruhiger Stimme, was sie so strickt und spinnt, und was sie sonst so macht.
Ihr Podcast und ihr dazugehöriges Blog haben einen öko-feministisch-politischen Touch, sie recherchiert ihre Themen sehr gut und bringt das Leben in der Großstadt und ihr Thema „urbane Selbstversorgung“ auch mir als bayrischem Landei näher.

Ebenfalls ein Muss ist „Handgemacht“ von Creativemother alias Susanne.
Sie lebt in München, ist ebenso wie ihr Mann Musikerin und Musiklehrerin und probiert ständig neue Sachen aus.
Susanne strickt, spinnt, singt, schreibt, webt und was ihr sonst noch so alles einfällt, und sie lässt ihre Hörer mit ihrer netten, selbstironischen, mittlerweile „eingebayerten“ Art daran teilhaben.

Es gibt zum Glück noch viel, viel mehr deutschsprachige und NOCH mehr englischsprachige Podcasts – aber falls ihr mal reinhören wollt, habt ihr mit diesen beiden erst mal genug zu tun: Distelfliege hat mittlerweile über 60 und Susanne um die 40 Folgen veröffentlicht.

Falls ich Euch nun angefixt habe, erzählt mir doch mal, wie es Euch gefallen hat!

Geschenkt!

Bei Facebook bin ich gerade über etwas gestolpert, was ich Euch nicht vorenthalten wollte.
Das Buch „Knit. Sock. Love.“ von Cookie A. steht schon länger auf meiner Wunschliste, ich finde viele ihrer Sockendesigns einfach schön.

Aktuell gibt es hier  4 Anleitungen aus dem Buch kostenlos als PDF-Download!

Reportage: „Die große Woll-Lust“

Wahrscheinlich habt Ihr es mittlerweile sowieso schon alle mitbekommen: letzten Samstag lief auf rbb eine Reportage (klick) über die Wollverrückten in und um Berlin.
‚Tschuldigung Mädels, aber anders kann man das echt nicht sagen!

Hauptsächlich ging es um Tina, deren Blog ich schon seit Längerem regelmäßig verfolge.
Interessant, Dich mal live und in Farbe zu sehen!

Ich hab’s natürlich am Samstag verpasst… und selbst habe ja schrecklich lahmes Internet, also musste ich zum Lieblingsmann fahren und bei ihm gucken.
Was wiederum heißt, dass der Lieblingsmann mitgeschaut hat.
Zum Glück hat er ja sowieso ziemlich großes Wollverständnis; die meiste Zeit hat er aber wohl eher MICH angeguckt, wie ich mit einem völlig verzückten Grinsen und seelig seufzend auf seinem Sofa saß.
An der Stelle mit der Modenschau beim Möbelschweden hab ich ihn kurz angerempelt: „Schau mal Schatzi, wie GLÜCKLICH alle diese Frauen sind!“

Vor allem die strickenden Männer in dem Film fand er interessant.
Und Tina, Deine Ohrringe sind ihm auch sofort aufgefallen.
Das ich un-be-dingt ein Wollzimmer haben muss, sollten wir mal zusammenziehen, ist ihm sowieso klar.

Solltet Ihr nicht so wollkompatible Männer haben: zeigt ihnen diese Reportage, echt!
Die Begeisterung und die gute Laune sind dermaßen ansteckend, dass auch der härteste Holzklotz verstehen muss, warum wir so ticken.
Das lag natürlich nicht nur an der überaus sympathischen Tina, sondern auch an ihrer Blogfreundin Kerstin, die das vermutlich ansteckendste Lachen der Welt hat und einfach nur gute Laune versprüht.

Bei Tina auf dem Blog gibt es ein nettes „Making of“ mit schönen Bildern und ein paar Insider-Infos.

Viel Spaß beim Gucken und Schmökern!

Cast on Baby!

Im ersten Moment denkt man sich: wie peeeeiiiinlich!
Dann hat man plötzlich ein Lächeln auf den Lippen – und zum Schluss will man mitmachen.
Zumindest ging es mir so.
Die hatten Spaß!

Das hier sieht auch aus, als könnte man darauf Musik machen:

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Kann man zwar nicht direkt, aber das Geräusch ist trotzdem Musik in meinen Ohren!
„Der Gerät“ kommt wieder von der lieben Ülle, ebenso wie der Wollwickler, den ich vor einiger Zeit schon gezeigt habe.

Ülles Mann hat wieder ganze (Hand-)Arbeit geleistet und die tollste Haspel gebaut, die ich je anschubsen durfte!
Die Verarbeitung ist ein Traum, das Teil ist super leichtläufig, und besonders praktisch: man kann das Kreuz um 90° kippen, so dass es sich nicht nur in horizontaler, sondern auch in vertikaler Richtung drehen kann.

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Wickler und Haspel sind ein tolles Team, und ich finde sie so ansehnlich, dass man sie durchaus mal ein paar Tage aufgebaut lassen kann.

Tja, und sonst… gestrickt wird hier natürlich auch, aber ich bin dermaßen hinterher mit der Fotografiererei…
Wenn ich mal Zeit UND Lust habe, dann regnet es.
Dabei gibt es so Einiges, was fertig ist und womit ich auch ganz glücklich bin.
Vielleicht hat das Wetter am Wochenende mal ein Einsehen, da hab ich Ruhe.

Bis dahin: riecht Ihr den Herbst??
Zieht es Euch auch so an die Nadeln/ das Spinnrad?

Sonntag + Regen + Internet = Fundstücke

Na, was macht Ihr heute?
Bei uns scheint die Sonne in Strömen!
Ich will nicht meckern, bisher war der Herbst traumhaft schön, und außerdem habe ich endlich mal Zeit, in Ruhe durch die Blogwelt zu surfen.

Schöne Sachen findet man da!
… Die möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Beim Wollkalender gibt es ein schönes Gewinnspiel, schaut doch mal rein!
Ich liebe diesen Kalender, vor einem Jahr habe ich beim Raveler-Meeting in Backnang einen ergattert; er hängt hier direkt neben meinem Schreibtisch und versüßt mir mit traumhaften Wolle-Bildern jeden einzelnen Tag.

Dann habe ich noch die Seite von Frau Alpenrose entdeckt.
Sie hat mit viel Mühe (sieht zumindest so aus) ein „Online-Strickbuch“ erstellt, mit vielen Anleitungen von Grundtechniken bis Zopfmuster.
Ein tolles Sammelsurium, genial erklärt und deutlich bebildert!

Vielleicht melde ich mich später nochmal und bringe noch mehr Fundstücke mit
Habt einen schönen Tag!

Stricken ist gesund!

Okay, nicht unbedingt für Schultern und Nacken, ich denke, davon können wir alle ein Liedchen singen.
Aber für´s Hirn, Leute!!!

Hier ein paar Auszüge aus einem interessanten Artikel:

Das Ergebnis: Wer regelmäßig strickte, Bücher las oder Computer spielte, anstatt fernzusehen, hatte ein um 40 Prozent reduziertes Risiko für pathologische Gedächtnisverluste,

„Wenn man eine Tätigkeit immer wieder ausübt, kommt man in einen Zustand vollkommener Entspannung wie bei Meditation oder Yoga“, erklärt Herbert Benson, Gründer des Benson Henry Institute for Mind Body Medicine in Harvard.

Im Gehirn werden zudem bei kreativer Arbeit die gleichen Areale, etwa im Hippocampus, aktiv wie bei Meditierenden oder Betenden, hat Herbert Benson mittels Kernspintomografie nachgewiesen. Der Hippocampus ist unter anderem Ort unserer Erinnerungen.

Drei von vier Magersucht-Patientinnen gaben in einer kleinen, kanadischen Studie aus dem Jahr 2009 an, dass Stricken ihre Ängste stark verringerte und sie beruhigte. Jede zweite sprach von Zufriedenheit, Stolz und dem Gefühl, etwas erreicht zu haben.

…aber das alles wussten wir natürlich schon längst, gell?

Hier geht es zu besagtem Artikel.

Die neue Knitty ist da!

Uuuuund?
Wie findet Ihr sie?
Dieses Mal werde ich vielleicht wirklich mal was nachstricken (…das habe ich mir allerdings auch schon öfter vorgenommen).

Den Rhodian Lace Shawl (Bildquelle) finde ich wunderschön!

Wenn ich dann mal viel Zeit habe, werde ich die Double Heelix Socks (Bildquelle) stricken – die Anleitung sieht.. *hust*… ETWAS kompliziert aus.

Und wenn ich mal NOCH mehr Zeit habe und mir gaaaanz langweilig ist, dann stricke ich die Bosnian Slipper Socks (Bildquelle)