Kuschelig

Das ist mein Strickplatz – und meine kleinen felligen Helferlein:

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Christel-Kind

Weihnachten war in diesem Jahr anders, zum ersten Mal seit 33 Jahren.
Und so begab es sich, dass ich an Heiligabend ausnahmsweise nicht bei meiner Familie war, sondern die Mutter vom Lieblingsmann besucht habe.
Deren „Lebensgefährte“ (ich hasse dieses Wort, aber „Freund“ passt in diesem Alter auch nicht wirklich, oder?) hat einen kleinen Hof mit ca. 10 Milchkühen.
Eine der Damen hatte beschlossen, in der Heiligen Nacht ihr Kälbchen auf die Welt zu bringen – da wollte ich natürlich UNBEDINGT dabei sein!
Katze, Hund, Pferd… durfte ich schon erleben, aber bei einer Kuh war ich noch nie dabei.
Also: Heiligabend im Kuhstall!

Es ging alles sehr schnell und umkompliziert, und da war es schon, das Christkind:
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Ein bisschen Startschwierigkeiten beim Atmen…
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Ist es nicht süß, wie die Menschen strahlen?

Das nasse, glitschige Etwas mit Stroh abrubbeln, die Mama mal mit der Hand anmelken und dem Kleinen seine erste Mahlzeit zu geben, das war schöööööön… hach, und wie’s geschmatzt hat!

It’s a girl!
Und sie wollten sie nach mir „Christiane“ nennen!
Das konnte ich zum Glück verhindern, und jetzt heißt sie „Christel“.
Weil sie ja ein Christkind ist.
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Leonardo und Hundertwasser

Ich möchte Euch Leonardo vorstellen:

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Was war das für eine Erleichterung, als er ENDLICH fertig war!
Vor über einem Jahr habe ich angefangen, obwohl ich weiß: ich häkle nicht gerne.
Und dummerweise hatte ich mir auch noch so ein komisches dickes „unglänziges“ Topflappengarn ausgesucht.
Es hat wirklich keinen Spaß gemacht, die Nadel beim Aufnähen des Gesichts durch 3 Schichten zu quälen; ich hatte echt Blasen an den Händen!

Naja, jetzt isser fertig, und er sieht irgendwie doch ganz süß aus.

Im Bauch hat er ganz viel Milchreis, und der Rest ist fest mit Füllwatte ausgestopft.
Leonardo muss nämlich sehr stark und standfest sein, er hat schließlich einen Job!
Er ist dafür zuständig, das Wohnzimmerfenster offen zu halten, wenn die Katzschaften in ihrem Garten sind.
Das macht er auch sehr zuverlässig.

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Daten:
Anleitung: „Leonardo“ von Babsies Hook (Kaufanleitung, anscheinend nicht mehr verfügbar)
Garn: nerviges, billiges Topflappengarn
Verbrauch: keine Ahnung

Viel mehr Spaß macht das, was ich momentan (neben ca. 8 anderen Projekten…) auf den Nadeln habe:

Stola "Hundertwasser-Style"

…inspiriert von Frau Stricktick und Frau Knitpet.

Ruby Tuesday

So heisse ich – ich habe nämlich jetzt einen eigenen Namen, jawoll!
Und ich heisse so, weil es ein Dienstag war, an dem ich gefunden wurde.
Ich bin ein kleines Katzenmädchen, und ich habe keine Ahnung, wo meine Mama ist und ob ich noch Geschwister habe; ich war ganz alleine, und weil es so heiss war, habe ich mir ein geschütztes Plätzchen gesucht.
Ein paar Tage lang habe ich auf einem Supermarkt-Parkplatz unter den Autos gewohnt, da war es wenigstens schattig.
Eine ganz liebe junge Frau hat mich gesehen und freundlich mit mir gesprochen, und ich hatte gar keine Angst vor ihr. Als sie mich dann aber in so eine enge Kiste gesteckt hat, da hatte ich schon Angst, ziemlich große sogar!
Ich wurde zu einem Mann gebracht, der einen weißen Kittel anhatte und komisch roch. Er hat mich festgehalten und genau angeschaut und mich mit komischem Zeug eingerieben und mir komisches Zeug ins Mäulchen gegeben… das war alles nicht schön, kann ich Euch sagen
Ich hatte viele kleine Tierchen dabei: Flöhe, Milben, Würmer…
Und ich sei DRECKIG, haben die Menschen gesagt!!!! PAH!
Unter den Autos ist es nun mal dreckig!

Die junge Frau hatte nur ein Problem: eine ganz schlimme Allergie gegen Katzen, deswegen konnte sie mich nicht behalten.
Die umliegenden Bauern wollten auch nix von mir wissen.
Da hat die Frau ihre katzenverrückte Kollegin Morgie angerufen, und das war mein Glück!
Sie hat mir erzählt, dass sie sich jetzt um mich kümmert, und dass es mir gut gehen wird.
Tja, bei Morgie konnte ich aber auch nicht bleiben, weil schon zwei Katzen hier wohnen.
Und weil es so heiss war und wir nicht wussten wohin, sind wir zusammen zu einem kühlen Plätzchen gefahren: zu Gaby in die Wollstube!
Da durfte ich den Nachmittag verbringen, und das war sooooo super!
Es gibt dort einen kühlen Keller, und ganz viel Wolle!

Das bin ich mit Gaby:
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Ich habe mich sofort wohl gefühlt und war froh, endlich aus dem Käfig zu dürfen.
Ganz mutig bin ich rumspaziert und hab mir alles angesehen.

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Was Ordentliches zu fressen und zu trinken habe ich auch bekommen, und dann musste ich erst mal schlafen… ist ja schließlich sehr aufregend, das alles:

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Ich kann so laut schnurren, das glaubt Ihr gar nicht, dass das aus so einem winzig kleinen Katzenkörper kommt!

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Bis zum Abend hat die Morgie dann auch erst mal ein neues zu Hause für mich gefunden, und jetzt warte ich auf einer Pflegestelle im schönen Südbayern auf nette Menschen, die mich adoptieren wollen. Hier ist es zwar toll, es gibt viele andere Tiere, und ich kann prima mit meiner neuen Freundin Holly toben… aber ein eigenes Heim mit ganz vielen Streicheleinheiten wäre natürlich noch toller!
Allerdings möchte ich unbedingt einen Katzenkumpel haben; vielleicht kann ich ja die Holly gleich mitbringen…?
Holly könnt Ihr übrigens hier sehen.
Meine kleinen „Mitbewohner“ bin ich mittlerweile los, bald werde ich geimpft und bekomme noch einen Chip, und dann kann ich umziehen.

Ich bin nur ein Katzenkind von vielen tausenden, und ich hatte das Glück, dass eine junge Frau nicht weggeschaut, sondern ganz toll reagiert hat.
Ganz vielen von meinen Artgenossen geht es leider nicht so gut wie mir.
Der Sommer ist immer eine schlimme Zeit, niemand hat Platz für uns, und auch heute noch müssen deswegen jedes Jahr ganz viele unschuldige Katzenbabys sterben.
Nicht nur in Spanien, Italien oder Ungarn – auch hier in Deutschland….
Bitte vergesst das nicht

Das war meine Geschichte.
Ich träume jetzt von einem langen, glücklichen Katzenleben bei lieben Dosenöffnern!
Bis bald,

Eure Ruby Tuesday

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Veränderungen in Morgies Welt

Veränderungen gehören zum Leben.
Veränderungen halten uns wach und lebendig.
Und Veränderungen sind per se nicht „gut“ oder „schlecht“, oft täuscht der erste Eindruck, und mit einigem Abstand sieht manches wieder ganz anders aus, und blabla….
Ich mag Veränderungen überhaupt nicht.
Aber bald wird sich hier im Hause Morgie so Einiges ändern!
Und das kam so:

Papa hat seine Kinder samt Anhang anlässlich seines 60. Geburtstags im September für ein paar Tage an den Gardasee eingeladen.
Mein Freund der Mu versorgt sonst immer meine Fellnäschen, wenn ich nicht da bin, aber dieses Mal fahren wir zusammen weg. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich mich niemals auf ein paar Tage Urlaub freuen könnte, wenn ich nicht sicher wüsste, dass Maya & Takoda gut untergebracht sind.
Also hab ich mich auf die Suche nach einer Katzenpension gemacht – was man hat, das hat man.

Eine tolle Pension (hoffentlich) hab ich auch schnell gefunden, AAAABER…!
Bei meiner Suche hatte ich auch Kontakt mit Tierheimen und Tierschutzvereinen hier in der Gegend, und dabei ist mir das ganze Katzenelend wieder durch den Kopf gegangen: überfüllte Pflegestellen, schlechte Vermittlungsbilanzen, immer noch viel zu viele unkastrierte Tiere – jawoll, auch in Deutschland. Smilie by GreenSmilies.com
Mir ging das nicht mehr aus dem Kopf, und irgendwann hab ich mir nen Ruck gegeben, „wo 2 Platz haben, krieg ich auch 3 oder 4 unter“, und hab mich als Pflegestelle angeboten.
Meine Beiden sind ja eigentlich super verträglich, Takoda kam perfekt sozialisiert von der Züchterin, und Maya kommt ja sowieso aus einer Straßenkolonie.

Mit den Vereinen hier in der Umgebung wurde das leider nichts… Vorkontrolle war bei mir, alles toll, vor allem der gesicherte Garten konnte punkten.
Aber leider, leider nehmen es viele Tierschützer hier in Deutschland nicht so genau mit den Tests auf die gefährlichsten Infektionskrankheiten Smilie by GreenSmilies.com (Stichwort FIV, FeLV….), also wurde die Idee wieder verworfen.
Niemals könnte ich es mir verzeihen, wenn meine Beiden eine unheilbare Krankheit bekämen, und ICH wäre Schuld daran!

Ich habe mich dann einem anderen Verein zur Verfügung gestellt, und von dem war heute wieder jemand da zur Vorkontrolle – die Evi, die ich schon seit Jahren aus „meinem“ Katzenforum kenne.
Wir haben uns lange unterhalten, und dann haben wir einen Pflegestellenvertrag gemacht.
Lieber hätte ich direkt vor Ort geholfen, an Stelle von Katzen aus Sardinien.
Aber wenn mich jemand fragt, warum ich mich nicht lieber für arme Menschen (tu ich) oder Tiere im Inland (tu ich auch) einsetze, dann lautet meine Frage immer: „…und wofür engagierst DU Dich?“

Falls die Flugpatin mitspielt, könnten evtl. Ende Januar schon 1-2 sardische Pflegekatzen bei mir einziehen.

Drückt mir bitte die Daumen, dass Maya & Takoda meine Idee gut finden! Smilie by GreenSmilies.com