Weihnachtsproduktion

Dieses Jahr ziehe ich es durch: die Erwachsenen bekommen keine Geschenke.
Echt nicht.
Hm, obwohl: ein paar Wochen sind es ja noch bis Weihnachten.
Man könnte ja zumindest noch schnell Socken…
Tja, wie es halt so ist mit meinem alljährlichen Vorsatz
Achtung: Fotoflut!

Das erste Paar sollte eigentlich Papa schon im September zum Geburtstag bekommen. Dann hat mich aber das Muster ein bisschen geärgert, es war einfach zu wenig elastisch: entweder, die Socken waren total schlabberig, oder sie waren so eng, dass kein Durchkommen für Papas Füße gewesen wäre.
Nach dem 4. Versuch hatte ich keine Lust mehr und habe sie einfach in meiner Größe fertig gestrickt.
Das Muster habe ich etwas verändert: anstatt den Mustersatz 4x genau gleich zu stricken, habe ich ihn jeweils gespiegelt, das gefällt mir besser.
Das Garn war „Wolkenspiel“ von Atelier Zitron, die „neue“ High Twisted Sockenwolle.
Unter „High Twisted“ habe ich mir zuerst eher ein Garn vorgestellt, das von der Zwirnung so fest ist wie z.B. Malabrigo Socks.
Das ist es defintitiv nicht – aber dafür ist es wunderbar fluffig-weich, strickt sich wie Butter und ist eigentlich viel zu schade für Socken.

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Das Foto täuscht, die Socken sind nicht lila, sondern wunderschön herbstlich braun mit grünen und rötlichen Sprenkeln. Sehr hübsch!
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Daten:
Garn: Atelier Zitron Wolkenspiel, Farbe 2208 „Herbstlaune“
Nadelstärke: 2,25
Verbrauch: knapp ca. 75 g
Anleitung: frei nach den Nutkins von Beth LaPensee

Weiter geht’s: gleiche Wollqualität, aber andere Farbe.
Mein erstes fertiges Werk aus Drachenwolle, und ich liebe diese Farbe! Es war allerdings nicht ganz so einfach, dafür das passende Muster zu finden, und zum Schluss hat’s nicht mehr ganz für die Spitze gereicht.
Mich erinnern sie irgendwie an Krokodile.
Und dieses Paar bekommt dann wirklich mein Papa.
Halt dann zu Weihnachten anstatt zum Geburtstag.

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Daten:
Garn: Drachenwolle Luxus, Farbe „Sherwood Forest“ und Wollmeise Twin, Farbe „Grünfink“
Nadelstärke: 2,25
Verbrauch: um die 100 g
Anleitung: Thermal Textured Socks von Kelly Patla

Nochmal Drachenwolle, allerdings kein Luxus, sondern normale Sockenwolle in einer Farbe, die mir auch viel Spaß gemacht hat.
Dieses Paar bekommt Mama zu Weihnachten, sie wird von mir sockenmäßig gegenüber meinem Papa immer ein bisschen vernachlässigt…

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Daten:
Garn: Drachenwolle SoWo, Farbe „Hera“
Nadelstärke: 2,25
Verbrauch: ca. 70 g
Anleitung: Einsames tränendes Herz von Micha Klein

…und hier noch eine kleine Vorschau, weil ich die Kombination von Garn und Muster einfach so genial finde:
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Stricken beim Schweden

Stricktreffen in diversen Filialen eines bekannten schwedischen Einrichtunghauses gibt es ja mittlerweile in ganz Deutschland.
Ich muss gestehen, ich fand das zuerst etwas seltsam… wie kommt man auf die Idee?
Aber wer auch immer auf die Idee gekommen ist: das war genial!!
Es ist wider Erwarten sehr gemütlich, das Licht ist super, der Platz fast unbegrenzt, es gibt (mehr oder weniger) leckeres Essen, und man kann zwischendurch mal Pause machen und shoppen gehen. Irgendwas braucht man ja schließlich immer, und wenn es nur die obligatorischen Teelichter sind
Achja, nicht zu vergessen: Kaffee und Getränke, so viel man will!

Meine Stimmung war ja nun in der letzten Zeit auch eher trüb, aber heute habe ich mir mit den Mädels vom Münchner Sträkel*hüstel*treffen den grauen Novembertag etwas bunter gemacht.
Guckt, es war wirklich gemütlich:
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Steffi und Anja
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Sandra – und Inge ganz lässig:
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Nein, das Foto ist nicht gestellt, Renate und Anna-Maria haben wirklich genau in dem Moment so nett über ihre Brillenränder geäugt:
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Rechts Peggy, und links Gabi, deren Tochter Verena ich nun auch endlich kennen gelernt habe:
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Andrea hatte Geburtstag, und ich wusste leider nix davon… alles Liebe nachträglich!
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Sandra arbeitet noch an ihrem „bösen Blick“. Aber der Leftie ist wirklich schön, den hat sie aus ihrem ersten (!) selbst gespindelten Garn gestrickt!
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Das Muster von Steffis Loop hat mir auch sehr gut gefallen:
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…ebenso wie ihr 70er-Jahre-Pulli, simpel, aber schön. So ein Kuschelteil muss ich mir auch mal stricken:
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Danke für den schönen Tag, Ihr Lieben!

Martina Behm meets Wollmeise

Zur Zeit jagt ein Woll-Event das nächste, und ich bin stricktechnisch sehr viel unterwegs.
Meistens bin ich dort so beschäftigt, dass mir erst hinterher auffällt, dass ich keine Fotos gemacht habe

Da war der Wollmarkt in Vaterstetten, „Oberbayern strickt“, ein kleines Treffen in der Mercerie in München… und eben gestern Martina meets Wollmeise.

Wie bei jedem Meisenbesuch war ich am Vortag aufgeregt und ordentlich beschäftigt: noch schnell ein Unterwegs-Projekt anschlagen, Projekte für die nächste Zeit planen und Einkaufslisten schreiben, Mitbringwünsche annehmen, noch schnell die Batterien für die Kamera laden (die dann eben doch meistens in der Handtasche bleibt)… achja, Campingstuhl nicht vergessen, man weiß ja nie!
Und dann: pünktlich am Vorabend habe ich gemerkt, dass ich krank werde!

Gedopt mit allem, was die Hausapotheke einer Krankenschwester so hergibt, bin ich am nächsten Morgen doch gefahren, wenn auch später als geplant.
Natürlich zog es mich erst mal in den Meisenladen, und ich habe das Frühstück mit den Mädels vom Münchner Nadelspiel-Treffen verpasst.
Am Mittag war ich kurz im Verzopft. Ein kleiner, feiner und ziemlich neuer Laden diekt am Marktplatz – aber ich war nur ein paar Minuten dort und habe nichts gekauft, das Sortiment ist nämlich haargenau das gleiche wie in „meinem“ Laden, und da kauf ich dann doch lieber vor Ort.

Mit meiner Meisenbeute bin ich sehr zufrieden, und ich war wirklich brav!
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von links nach rechts:
– ein eisgrauer „Mont Blanc“ für den Rauhnächte-Mystery-KAL von Regina Satta
– zwei Mitbringmeisen
– zwei Mal „Zartbitter“, was zusammen mit Noro aus meinem Stash einen Lanesplitter geben soll
– „Himbeere“ und „junge Maus“; ich brauche mehr einfarbige Tücher!
– oben quer: ein „Feldmäuschen“ DK, das Garn will ich mal ausprobieren; wird wahrscheinlich ein Loop Stockholm.

Martina Behm war auch schon seit dem Vormittag da und saß ganz entspannt strickenderweise auf dem Sofa.
Am Nachmittag hat sie dann sehr humorvoll und sympathisch aus ihrem Buch Stricken macht schön vorgelesen und die meisten ihrer Anleitungen am „lebenden Objekt“ vorgestellt.
Ein Modell durften wir schon exklusiv bewundern, obwohl die Anleitung erst nächste Woche veröffentlicht wird. Ich kann schon mal verraten, dass es ein Dreieckstuch wird, mit einem Lacemuster, aber dennoch ohne Schnörkel – und wie bei Martina üblich, kann so lange gestrickt werden, bis die Wolle alle ist.
Ob das was für mich ist? Hm… ich weiß es noch nicht…

Martina ist real genauso lustig und nett, wie man sie virtuell kennt.
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Zum ersten Mal den Viajante „in echt“ gesehen und bestätigt worden: den muss ich nicht haben.
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Ganz schön viel los…
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Signierstunde:
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Und hier nochmal die lieben Mädels vom Münchner Sträkeltreff (oh Gott, wie ich dieses Wort hasse!!)
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Schön war’s… bunt, inspirierend, viel zu kurz!

Die macht Sachen!

Meine Schwester nämlich.
Die hat relativ spontan beschlossen, ihren besten Freund zu heiraten, den sie seit 16 Jahren kennt.
Mal eben so mir nix, Dir nix haben die Beiden alles geplant und ein wirklich rauschendes Fest aus dem Boden gestampft.
Jetzt hab ich einen Schwager, wie krass ist das denn??

Ich wünsche den Beiden von Herzen, dass sie weiterhin ein so gutes Team bleiben, wie sie es bisher waren

Die Zwei haben sich „nur“ Geld gewünscht; aber „nur“ Geld in einen Umschlag stecken wollte ich nicht, also habe ich was gebastelt.

Am Anfang sah das eher komisch aus…
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…aber dann nahm es sie Formen an…
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…und bekam Gesellschaft:
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Meine Güte, was für eine Fummelei!! Alleine bei den ganzen Details an der Braut habe ich mir fast die Finger verknotet.
A propos knoten: die Haare der Braut waren schon eine Geduldsprobe. Ich habe Baumwolle in die einzelnen Fäden gezupft und die Strähnen angenäht.
Aber noch schlimmer waren die Haare vom Bräutigam, die musste ich alle einzeln einknoten – alles Andere sah einfach blöd aus.
Sollte also eine von Euch jemals heiraten: nochmal mache ich das nicht!

Der Rest ging dann schnell: Herz gehäkelt, viele Blümchen dazu, alles auf ein silbernes Tablett geklebt…
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…und natürlich eine selbst gebastelte Karte dazu.
Den Spruch habe ich irgendwo in den Weiten des Internet gefunden, und ich finde, er passt wie die Faust aufs Auge.
Die Buchstaben habe ich aus Zeitungen ausgeschnitten, auf Tonpapier geklebt, dann auf Pappe, und zum Schluss mit Klebepads so schick 3-D-mäßig aufgeklebt.
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Daten
Anleitung: Bride & Groom Amigurumi crochet pattern, Pop Heart und diverse Blümchen
Garn: Gründl Cotton Quick/ Gründl Florida
Verbrauch: keine Ahnung…
Nadelstärke 2,5

Zieleinlauf!

Und schon ist sie wieder vorbei, die Tour de Fleece
Sehr schade irgendwie… Team Yeti, Ihr seid der Hammer, und Ihr werdet mir fehlen!

Ich habe wirklich durchgehalten und JEDEN Tag gesponnen; am Ende kann ich jetzt sagen: ich kann mit der Handspindel spinnen!
Noch weit weg von „perfekt“, aber man kann das Ergebnis verstricken.
Hey, ich kann Wolle machen – wie krass ist das?!?!

Entstanden sind 6 Mini-Versuchsstränge und bis jetzt 150 g vom ersten „richtigen“ Garn.
Das macht insgesamt 250 g und 525 Meter.

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Das rosé/naturfarbene Garn sind meine ersten 2 selbst gekauften Kammzüge, traumhafte süddeutsche Merinowolle von Chantimanou.
Überhaupt: ohne Chanti und ihre super verständlichen Videos hätte das alles nicht so gut geklappt.
Danke dafür!

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Die Bosworth-Spindel ist mir unterwegs „zugelaufen“, und das habe ich Sheila und Yasmin zu verdanken.
Auch an Euch ein dickes fettes Dankeschön!

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Sogar der Lieblingsmann hat’s versucht:
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…und es wird weitergehen!
In mir reift immer mehr der Gedanke, dass ich ein Spinnrad haben will.
Und selbstverständlich noch 1-2 *hüstel* Handspindeln.
Ich bekomme ein ernsthaftes Zeitproblem, das weiß ich jetzt schon… und ein Platzproblem, denn heute ist schon Fasernachschub aus dem Hause dibadu angekommen:

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*seufz*
Was hab ich da nur angefangen….

Ich hab’s befürchtet…

…das Spinnen macht Spaß, und es ist ein Zeitfresserchen; momentan komme ich zu fast nichts Anderem mehr…

Heute habe ich den zweiten Faden aus Merino/ Seide fertig gesponnen, beide Fäden auf einen Tennisball zum Zwirnball gewickelt, verzwirnt und gehaspelt.
Herausgekommen ist ein relativ gleichmäßiges Garn mit einer Lauflänge von 520 m – YEAH!

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Die langen Seidenfasern haben es mir allerdings auch relativ einfach gemacht, ganz dünn zu spinnen.

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Außerdem muss ich Euch unbedingt zeigen, was mir die nette Postfrau gestern gebracht hat: meine erste Internet-Wollbestellung ever, gefärbt von Frau Drachenwolle!

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von links nach rechts:
– Kirschjoghurt
– Hera
– Versicolor #17
– Marrakesh
– Mondscheinserenade „Freude“
– Reben & Ranken

Alles gefärbt auf 4-fädiger Sockenwolle von Atelier Zitron, bis auf Marrakesh, das ist Sockenwolle mit Seide & Bambus.
Dabei hatte ich das gar nicht bestellt, das lag als nette Überraschung einfach mit im Paket.
Einer schöner als der Andere – danke, liebe Christiane!

Spinnereien… und noch mehr Podcasts

Es gibt schon wieder so viel zu erzählen, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wo ich anfangen soll.

Ich habe Euch ja erzählt, dass bei mir das Podcast-Fieber ausgebrochen ist.
Bei Distelfliege und Creativemother bin ich nun durch, bis zur aktuellsten Folge – hey Ihr Zwei, Ihr könnt dann also weitermachen!

Aber es gibt ja mittlerweile noch viel, viel mehr deutsche Strick- und Spinnpodcasts.
Momentan höre ich mich bei Kaschne durch das, was es Neues aus der „Anstalt gibt.
Ich mag ihre Stimme sehr gerne, und sie erzählt sehr lustig und erfrischend; aber auch vor ernsteren Themen schreckt sie nicht zurück, ein großes Thema ist die Depression, von der sie auch selbst betroffen ist/ war. Respekt vor so viel Offenheit, DAS braucht die Welt!

Leider habe ich festgestellt, dass diese ganze Podcasthörerei einen schlechten Einfluss auf mich hat.
Im April hatte ich beim Wollfest in Backnang dem amerikanischen Handspindelguru Sheila Bosworth gegenüber steif und fest behauptet, dass ich DAMIT nicht auch noch anfangen werde.
Spindel und Spinnfasern hatte ich zwar mal geschenkt bekommen und seit Jahren hier liegen, das Zeug blieb aber völlig unangetastet.
Bis…. ja, bis Ziska, Susanne und Kaschne mir damit im wahrsten Sinne des Wortes lange genug „in den Ohren gelegen“ haben, um mir erfolgreich eine Gehirnwäsche zu verpassen.

Daraufhin habe ich mir ALLE Videos von Chantimanou besorgt – nur für den Fall der Fälle.
Chanti kann das aber alles so toll und verständlich erklären, dass ich mir dachte: ich versuch’s doch noch mal, vielleicht bin ich ja gar nicht so talentfrei, wie ich immer dachte.

Der erste Versuch aus einem relativ kratzigen Kammzug war nicht so der Hit:
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Aber herausgekommen ist etwas, was man theoretisch sogar verstricken könnte!
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Ha, das hat angefangen, mir Spaß zu machen!
Also weiter probiert, dieses Mal mit Merino in einem wunderschönen Orange – das ging schon viiiieeel besser:
Tour de Fleece 2013 Etappe 1

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Ich habe festgestellt: ich kann das auch lernen!!
Tja, und dann hat’s mich richtig gepackt.
In einem Anfall von Übermut habe ich mich bei Ravelry zur Tour de Fleece angemeldet.
Ihr könnt ja mal reinlesen, was das genau ist; ganz grob erklärt geht es darum, die momentan laufende Tour de France mitzufahren – nur eben mit dem Spinnrad bzw. der Spindel.
Es gibt Tagesetappen, es gibt sogar Preise zu gewinnen, und gestartet wird in verschiedenen Teams.
Ich durfte mich mit meiner reichen Spinnerfahrung von ganzen 4 Tagen dem „Team Yeti“ der Ravelry-Gruppe Podcasting auf Deutsch anschließen.
Die sind ja schließlich auch Schuld, dass ich mit dem Blödsinn überhaupt angefangen habe


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Es ist einfach toll, ich lerne jeden Tag dazu, und ich kann den erfahrenen Spinnerinnen Löcher in den Bauch fragen.
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Ich überlege ernsthaft, mir ein Spinnrad zu kaufen, und informiere mich fleißig.
NOCH kann ich mich beherrschen, kostet ja alles ne Menge Geld, Zeit und Platz.
Aber da tun sich kreative Welten auf, das ist sagenhaft!
Und es macht einfach dermaßen süchtig…
Hätte mir das jemand vor 2 Monaten erzählt… tsss….

Ich bleibe dran, und ich werde berichten!

Bye-bye Google Reader…

…es war schön mit Dir, ich mochte Deine schnörkellose Unaufdringlichkeit.

Welche Alternativen nutzt Ihr?

Im Moment probiere ich mit Feedly rum, aber so hundertprozentig begeistert bin ich nicht.

Jetzt versuch ich’s mal mit dem hier:

Follow on Bloglovin

..und dem hier:

Hört, hört!

Ich muss Euch unbedingt erzählen, was ich neuerdings beim Stricken so nebenher mache!

Normalerweise läuft das so: ich komme nach Hause, und so ziemlich als erstes schmeiße ich PC und Fernseher an und lasse mich berieseln, während ich stricke; meistens von Trash-TV, mäßig interessanten Reportagen und sonstigem Schrott, bei dem man nicht ständig auf den Bildschirm schauen muss.
Eigentlich Zeitverschwendung…
Ich weiß, manche von Euch mögen gerne Hörbücher beim Stricken – ich nicht.
Keine Ahnung warum, vielleicht weil ich da doch zu sehr aufpassen muss, oder weil mir das zu langatmig ist, oder weil ich Bücher einfach lieber mag.

Vor ca. 2 Wochen habe ich die perfekte Strick-Unterhaltung für mich entdeckt:
Podcasts!

Auf die Idee hat mich ein Blogbeitrag von Aud gebracht.
Dann bin ich bei Ravelry auf die Gruppe „Podcasting auf Deutsch“ gestoßen – und es haben sich Welten aufgetan!
Frauen erzählen auf angenehm ruhige oder auch spritzig-witzige und meistens sehr informative Art aus ihrem kreativen Leben.
So ein Podcast dauert meistens zwischen 20 Minuten und einer Stunde, und man hat das Gefühl, man sitzt bei einer Bekannten im Wohnzimmer, strickt so vor sich hin und lauscht ihren Erzählungen.
Ich finde das nicht nur angenehm, mich beim Stricken sozusagen in doppelter Hinsicht mit meinem Lieblingshobby zu beschäftigen, sondern auch sehr inspirierend.
Da ist von neuen Mustern die Rede, ich als Nicht-Spinnerin lerne viel über Faserarten, Zwirntechniken und sowas, und ich beschäftige mich mit Themen aus dem alltäglichen Leben, die mir sonst nicht so geläufig sind.
Ich könnte noch ewig weiter schwärmen

Mittlerweile gibt es doch einige Strick- und Spinnpodcasts auf deutsch, die man mittels iTunes oder Feedreader abonnieren und auf Smartphone oder iPod auch unterwegs hören kann.
Die Mädels kommen aus ganz Deutschland, kennen sich virtuell und teilweise auch real untereinander, und es herrscht da eine sehr nette Gemeinschaft.

Die ersten beiden Pocasts, durch die ich mich jetzt momentan höre, möchte ich Euch kurz vorstellen.

Da ist zum Einen „Die urbane Spinnstube“ von Distelfliege alias Ziska aus Berlin.
Sie erzählt mit sehr angenehm ruhiger Stimme, was sie so strickt und spinnt, und was sie sonst so macht.
Ihr Podcast und ihr dazugehöriges Blog haben einen öko-feministisch-politischen Touch, sie recherchiert ihre Themen sehr gut und bringt das Leben in der Großstadt und ihr Thema „urbane Selbstversorgung“ auch mir als bayrischem Landei näher.

Ebenfalls ein Muss ist „Handgemacht“ von Creativemother alias Susanne.
Sie lebt in München, ist ebenso wie ihr Mann Musikerin und Musiklehrerin und probiert ständig neue Sachen aus.
Susanne strickt, spinnt, singt, schreibt, webt und was ihr sonst noch so alles einfällt, und sie lässt ihre Hörer mit ihrer netten, selbstironischen, mittlerweile „eingebayerten“ Art daran teilhaben.

Es gibt zum Glück noch viel, viel mehr deutschsprachige und NOCH mehr englischsprachige Podcasts – aber falls ihr mal reinhören wollt, habt ihr mit diesen beiden erst mal genug zu tun: Distelfliege hat mittlerweile über 60 und Susanne um die 40 Folgen veröffentlicht.

Falls ich Euch nun angefixt habe, erzählt mir doch mal, wie es Euch gefallen hat!