Morgie und das Artyarn-Camp oder: Tod dem Monk! (Backnang Teil 2)

Jetzt wird’s gspinnert! Zuerst hat mir Herr Leichtlen eine Spindel gebaut…

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Auf dem Weg ins Artyarn-Camp musste ich an düster-schöner Wolle, leuchtenden Strängelchen UND Wachhund Helga

vorbei…

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…um dann den Großteil des Tages in den heiligen Hallen bei Melwittchen und Frau Wo zu verbringen…

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…wo ich quasi vom Monk zum Einhorn mutiert bin:

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Ausgetobt mit Glitzer und Neon…

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…zumindest das Prinzip der Coils verstanden…

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Queen of Batts!

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Frau Wocken vor dem Kaffee…

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…und nach dem Kaffee:

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Doppelter Netzzwirn ohne Boden, Core(..kenzieher) und kurzlebige Coils – aber es hat sooo Spaß gemacht!

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Auch hier nochmal ein unendlich riesiges Dankeschön an die großartigen und übermenschlich geduldigen Tanzlehrerinnen Mel und Geli! …und überhaupt an Alle, deren Gesellschaft ich genießen oder deren Bekanntschaft ich machen durfte. Und für den Spaß, den wir an den (laaangen) Abenden immer haben!

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Nach dem Wollfest ist ja immer vor dem Wollfest, und das Hotelzimmer für nächstes Jahr ist schon gebucht! Hier noch die Beute, die WIRKLICH nicht nur für mich war: Leichtlens Spindel

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Hiya Hiya Sharp zum „mal Ausprobieren“ und das Täschli von Slipped Stitch Studios

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…und natürlich so ein bisserl was Wolliges

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Zieleinlauf!

Und schon ist sie wieder vorbei, die Tour de Fleece
Sehr schade irgendwie… Team Yeti, Ihr seid der Hammer, und Ihr werdet mir fehlen!

Ich habe wirklich durchgehalten und JEDEN Tag gesponnen; am Ende kann ich jetzt sagen: ich kann mit der Handspindel spinnen!
Noch weit weg von „perfekt“, aber man kann das Ergebnis verstricken.
Hey, ich kann Wolle machen – wie krass ist das?!?!

Entstanden sind 6 Mini-Versuchsstränge und bis jetzt 150 g vom ersten „richtigen“ Garn.
Das macht insgesamt 250 g und 525 Meter.

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Das rosé/naturfarbene Garn sind meine ersten 2 selbst gekauften Kammzüge, traumhafte süddeutsche Merinowolle von Chantimanou.
Überhaupt: ohne Chanti und ihre super verständlichen Videos hätte das alles nicht so gut geklappt.
Danke dafür!

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Die Bosworth-Spindel ist mir unterwegs „zugelaufen“, und das habe ich Sheila und Yasmin zu verdanken.
Auch an Euch ein dickes fettes Dankeschön!

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Sogar der Lieblingsmann hat’s versucht:
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…und es wird weitergehen!
In mir reift immer mehr der Gedanke, dass ich ein Spinnrad haben will.
Und selbstverständlich noch 1-2 *hüstel* Handspindeln.
Ich bekomme ein ernsthaftes Zeitproblem, das weiß ich jetzt schon… und ein Platzproblem, denn heute ist schon Fasernachschub aus dem Hause dibadu angekommen:

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*seufz*
Was hab ich da nur angefangen….

Spinnereien… und noch mehr Podcasts

Es gibt schon wieder so viel zu erzählen, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wo ich anfangen soll.

Ich habe Euch ja erzählt, dass bei mir das Podcast-Fieber ausgebrochen ist.
Bei Distelfliege und Creativemother bin ich nun durch, bis zur aktuellsten Folge – hey Ihr Zwei, Ihr könnt dann also weitermachen!

Aber es gibt ja mittlerweile noch viel, viel mehr deutsche Strick- und Spinnpodcasts.
Momentan höre ich mich bei Kaschne durch das, was es Neues aus der „Anstalt gibt.
Ich mag ihre Stimme sehr gerne, und sie erzählt sehr lustig und erfrischend; aber auch vor ernsteren Themen schreckt sie nicht zurück, ein großes Thema ist die Depression, von der sie auch selbst betroffen ist/ war. Respekt vor so viel Offenheit, DAS braucht die Welt!

Leider habe ich festgestellt, dass diese ganze Podcasthörerei einen schlechten Einfluss auf mich hat.
Im April hatte ich beim Wollfest in Backnang dem amerikanischen Handspindelguru Sheila Bosworth gegenüber steif und fest behauptet, dass ich DAMIT nicht auch noch anfangen werde.
Spindel und Spinnfasern hatte ich zwar mal geschenkt bekommen und seit Jahren hier liegen, das Zeug blieb aber völlig unangetastet.
Bis…. ja, bis Ziska, Susanne und Kaschne mir damit im wahrsten Sinne des Wortes lange genug „in den Ohren gelegen“ haben, um mir erfolgreich eine Gehirnwäsche zu verpassen.

Daraufhin habe ich mir ALLE Videos von Chantimanou besorgt – nur für den Fall der Fälle.
Chanti kann das aber alles so toll und verständlich erklären, dass ich mir dachte: ich versuch’s doch noch mal, vielleicht bin ich ja gar nicht so talentfrei, wie ich immer dachte.

Der erste Versuch aus einem relativ kratzigen Kammzug war nicht so der Hit:
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Aber herausgekommen ist etwas, was man theoretisch sogar verstricken könnte!
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Ha, das hat angefangen, mir Spaß zu machen!
Also weiter probiert, dieses Mal mit Merino in einem wunderschönen Orange – das ging schon viiiieeel besser:
Tour de Fleece 2013 Etappe 1

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Ich habe festgestellt: ich kann das auch lernen!!
Tja, und dann hat’s mich richtig gepackt.
In einem Anfall von Übermut habe ich mich bei Ravelry zur Tour de Fleece angemeldet.
Ihr könnt ja mal reinlesen, was das genau ist; ganz grob erklärt geht es darum, die momentan laufende Tour de France mitzufahren – nur eben mit dem Spinnrad bzw. der Spindel.
Es gibt Tagesetappen, es gibt sogar Preise zu gewinnen, und gestartet wird in verschiedenen Teams.
Ich durfte mich mit meiner reichen Spinnerfahrung von ganzen 4 Tagen dem „Team Yeti“ der Ravelry-Gruppe Podcasting auf Deutsch anschließen.
Die sind ja schließlich auch Schuld, dass ich mit dem Blödsinn überhaupt angefangen habe


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Es ist einfach toll, ich lerne jeden Tag dazu, und ich kann den erfahrenen Spinnerinnen Löcher in den Bauch fragen.
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Ich überlege ernsthaft, mir ein Spinnrad zu kaufen, und informiere mich fleißig.
NOCH kann ich mich beherrschen, kostet ja alles ne Menge Geld, Zeit und Platz.
Aber da tun sich kreative Welten auf, das ist sagenhaft!
Und es macht einfach dermaßen süchtig…
Hätte mir das jemand vor 2 Monaten erzählt… tsss….

Ich bleibe dran, und ich werde berichten!

Hört, hört!

Ich muss Euch unbedingt erzählen, was ich neuerdings beim Stricken so nebenher mache!

Normalerweise läuft das so: ich komme nach Hause, und so ziemlich als erstes schmeiße ich PC und Fernseher an und lasse mich berieseln, während ich stricke; meistens von Trash-TV, mäßig interessanten Reportagen und sonstigem Schrott, bei dem man nicht ständig auf den Bildschirm schauen muss.
Eigentlich Zeitverschwendung…
Ich weiß, manche von Euch mögen gerne Hörbücher beim Stricken – ich nicht.
Keine Ahnung warum, vielleicht weil ich da doch zu sehr aufpassen muss, oder weil mir das zu langatmig ist, oder weil ich Bücher einfach lieber mag.

Vor ca. 2 Wochen habe ich die perfekte Strick-Unterhaltung für mich entdeckt:
Podcasts!

Auf die Idee hat mich ein Blogbeitrag von Aud gebracht.
Dann bin ich bei Ravelry auf die Gruppe „Podcasting auf Deutsch“ gestoßen – und es haben sich Welten aufgetan!
Frauen erzählen auf angenehm ruhige oder auch spritzig-witzige und meistens sehr informative Art aus ihrem kreativen Leben.
So ein Podcast dauert meistens zwischen 20 Minuten und einer Stunde, und man hat das Gefühl, man sitzt bei einer Bekannten im Wohnzimmer, strickt so vor sich hin und lauscht ihren Erzählungen.
Ich finde das nicht nur angenehm, mich beim Stricken sozusagen in doppelter Hinsicht mit meinem Lieblingshobby zu beschäftigen, sondern auch sehr inspirierend.
Da ist von neuen Mustern die Rede, ich als Nicht-Spinnerin lerne viel über Faserarten, Zwirntechniken und sowas, und ich beschäftige mich mit Themen aus dem alltäglichen Leben, die mir sonst nicht so geläufig sind.
Ich könnte noch ewig weiter schwärmen

Mittlerweile gibt es doch einige Strick- und Spinnpodcasts auf deutsch, die man mittels iTunes oder Feedreader abonnieren und auf Smartphone oder iPod auch unterwegs hören kann.
Die Mädels kommen aus ganz Deutschland, kennen sich virtuell und teilweise auch real untereinander, und es herrscht da eine sehr nette Gemeinschaft.

Die ersten beiden Pocasts, durch die ich mich jetzt momentan höre, möchte ich Euch kurz vorstellen.

Da ist zum Einen „Die urbane Spinnstube“ von Distelfliege alias Ziska aus Berlin.
Sie erzählt mit sehr angenehm ruhiger Stimme, was sie so strickt und spinnt, und was sie sonst so macht.
Ihr Podcast und ihr dazugehöriges Blog haben einen öko-feministisch-politischen Touch, sie recherchiert ihre Themen sehr gut und bringt das Leben in der Großstadt und ihr Thema „urbane Selbstversorgung“ auch mir als bayrischem Landei näher.

Ebenfalls ein Muss ist „Handgemacht“ von Creativemother alias Susanne.
Sie lebt in München, ist ebenso wie ihr Mann Musikerin und Musiklehrerin und probiert ständig neue Sachen aus.
Susanne strickt, spinnt, singt, schreibt, webt und was ihr sonst noch so alles einfällt, und sie lässt ihre Hörer mit ihrer netten, selbstironischen, mittlerweile „eingebayerten“ Art daran teilhaben.

Es gibt zum Glück noch viel, viel mehr deutschsprachige und NOCH mehr englischsprachige Podcasts – aber falls ihr mal reinhören wollt, habt ihr mit diesen beiden erst mal genug zu tun: Distelfliege hat mittlerweile über 60 und Susanne um die 40 Folgen veröffentlicht.

Falls ich Euch nun angefixt habe, erzählt mir doch mal, wie es Euch gefallen hat!