Backnang ♥

Das Wollfest der Herzen… 2 Wochen ist es jetzt schon wieder her, und viel zu schnell war es wieder vorbei.
Dieses Mal hatte ich eigentlich nicht wirklich den Kopf frei dafür und bin ziemlich ohne Erwartungen hingefahren.
Und  bei Partys ist es ja meistens so, dass es dann besonders toll wird.
Bei Wollfesten auch!!

Erst mal stand ich quasi ab der Haustür im Stau, wurde bei Frau Wocken mit unglaublich leckeren Kässpatzen entschädigt und bin dann mit ihr und dem Mini-Wöckchen zusammen weitergefahren.

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Wir fahren ja traditionell immer schon am Donnerstag und läuten das Fest mit einem Abendessen in gleichgesinnter Runde ein. Hach, was ist das immer schön, sich nach einem Jahr wieder zu treffen!

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Dieses Mal hatte ich ja die Ehre, von dem hübschen jungen Mann hier begleitet zu werden:

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Auch über das Wiedersehen mit Mel und Geli hab ich mich sehr gefreut, und besonders natürlich über Sheila Bosworth, die uns dieses Jahr auch wieder beehrt hat.

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Mein persönliches Highlight war es allerdings, Abby Franquemont zu treffen.
Ich wusste zwar, dass sie irgendwie sehr bekannt sein muss, und ich hatte auch einen Kurs bei ihr gebucht, aber ansonsten hatte ich mich vorher nicht groß mit ihr beschäftigt. Eigentlich ist es mir auch egal, wie wichtig oder bekannt jemand ist, ich würde vermutlich auch mit dem Kaiser von China zum Essen gehen.
Aber in dem Fall muss ich sagen: ich bin in den 3 Tagen zu einem echten Fangirl geworden.
WAS für eine interessante, intelligente, beeindruckende, bodenständige Frau!
Solche inspirierenden Begegnungen sind einfach wunderbar, davon werde ich noch eine ganze Weile lang zehren.
Zusammen mit der geballten Spinnprominenz klang der Abend dann noch SEHR lange im Hotel aus.

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Ich hatte wirklich, wirklich nicht vor, eine Handspindel zu kaufen, zumal ich schon einige habe und sie sowieso nie benutze.
Aber wenn Sheila dann spät nachts ihre Schätze auspackt, dann wäre man ja blöd, wenn…. andere Leute würden sich die Finger bis zu den Ellbogen abschlecken… Ihr kennt das.

Stillleben mit Bossies und Tannenzäpfle – und im Hintergrund Sheila herself und Lisa B.:

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Frau Wocken und der kleine Mann…

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…der am Morgen deutlich ausgeschlafener war als ich.

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Am Freitag ging es bei herrlichstem Wollfest-Wetter los.

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…und schwupps war es schon Nachmittag und Zeit für den Kurs bei the one and only Abby: „Getting more done with spindles“.

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Die Dame in den herrlichen Herbstfarben neben Abby ist übrigens Susanne alias creativemother vom Handgemacht-Podcast – und auch Netti war dabei, zu erkennen an der tollen Schafschürze:

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Wirklich soooo die Mega-Neuigkeiten habe ich in dem Kurs nicht gelernt, aber ein paar Aha-Erlebnisse gab es auf jeden Fall. Und Abby hat so eine interessante Art zu unterrichten, dass mir bestimmte Schlüsselsätze auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben werden. Und das ist mir mehr wert, als übermäßig viel theoretischer Inhalt.
Hier nochmal die Meisterin beim Blind-Spinnen:

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Auch am zweiten Abend ging es lustig zu; Jürgen alias Eydeet, Luzia alias haexe  – es war sehr schön, Euch wieder zu treffen.
Martina, hat mich gefreut, Dich kennenzulernen!
Anouchka, schön, dass Du uns begleitet hast.

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…und die liebe Sabrina durfte natürlich auch nicht fehlen!

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Die Lieblings-Frau-Wocken ist meine persönliche Gute-Laune-Garantie

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…und Sheila ist auch ein sehr besonderer Mensch ♥

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Die einzelnen Stände habe ich nicht fotografiert, das haben ganz viele andere Bloggerinnen schon ausführlich behandelt – und auch ich habe in den letzten beiden Jahren schon ganz viele Fotos von den Ausstellern gezeigt.
Sehr viel Neues hat sich da nicht getan, im Gegenteil: das Ganze war dieses Jahr eher etwas abgespeckt, was ich für eine sehr gute Entscheidung halte. Vereinzelt wurde darüber gemeckert, aber ich habe es sehr genossen, dass es trotz der gleichbleibend hohen Besucherzahlen etwas luftiger war.
Was Wolle und Zubehör betrifft, habe ich ja irgendwie schon alles, was ich brauche, und bin momentan sehr übergesättigt.
Was ich gesucht habe, habe ich gefunden (und natürlich noch mehr..).
Ansonsten standen für mich in diesem Jahr die herrlich entspannte Atmosphäre und die Begegnungen mit Menschen im Vordergrund.

Eine tolle Idee war die große Jurte im Schulhof, in der Platz war zum gemeinsamen Rumspinnen:

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Hier ist Susanne alias Wooly Wonder noch kurz zu uns gestoßen – es war schön, Dich zu treffen!
(Und anscheinend hat Sheila uns da gerade etwas wahnsinnig Faszinierendes gezeigt)

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Morgie im Glück:

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… der süße Mini von Frau Wocken hat ganz tapfer durchgehalten – er darf gerne wieder mit!

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Hier kommt die Beute! Dieses Jahr gar nicht soooo viel, aber dafür, dass ich eigentlich nichts gebraucht habe…

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Zwei neue Spindelschätzchen sind eingezogen; eine Bosworth Midi Skinny aus Zebrawood, paarundzwanzig Gramm schwer…

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…und eine 14 Gramm leichte Featherweight aus herrlich duftendem Red Cedar („wanna smell my spindle??“)

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Diese Zuckerwatte, bestehend aus BFL/ Bambus und gefärbt von Lady’s Turn, wollte gleich angesponnen werden:

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Das ist mein erstes selbst gekurbeltes Batt, in Meeresfarben, mit ein bisschen Glitzerblitzer:

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Nach Wolle für „was um den Hals“ in echter Korallenfarbe, also genau zwischen pink und orange, suche ich schon ewig. Ich bin nur gespannt, ob mir die Mischung mit Leinen nicht zu kratzig ist:

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Ohrringe mit Strickmuster mussten noch mit – und welche für „zum einen Ohr rein, zum anderen raus“ (die ich letzte Woche schon bitter nötig hatte):

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Ja, das war es auch leider schon wieder Im nächsten Jahr wird es in Backnang kein Wollfest geben; da müssen wir uns was Anderes einfallen lassen, Mädels!
Das Orga-Team gönnt sich eine wohlverdiente Pause.

Aber für 2017 ist das Hotelzimmer schon gebucht!

Morgie und das Artyarn-Camp oder: Tod dem Monk! (Backnang Teil 2)

Jetzt wird’s gspinnert! Zuerst hat mir Herr Leichtlen eine Spindel gebaut…

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Auf dem Weg ins Artyarn-Camp musste ich an düster-schöner Wolle, leuchtenden Strängelchen UND Wachhund Helga

vorbei…

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…um dann den Großteil des Tages in den heiligen Hallen bei Melwittchen und Frau Wo zu verbringen…

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…wo ich quasi vom Monk zum Einhorn mutiert bin:

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Ausgetobt mit Glitzer und Neon…

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…zumindest das Prinzip der Coils verstanden…

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Queen of Batts!

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Frau Wocken vor dem Kaffee…

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…und nach dem Kaffee:

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Doppelter Netzzwirn ohne Boden, Core(..kenzieher) und kurzlebige Coils – aber es hat sooo Spaß gemacht!

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Auch hier nochmal ein unendlich riesiges Dankeschön an die großartigen und übermenschlich geduldigen Tanzlehrerinnen Mel und Geli! …und überhaupt an Alle, deren Gesellschaft ich genießen oder deren Bekanntschaft ich machen durfte. Und für den Spaß, den wir an den (laaangen) Abenden immer haben!

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Nach dem Wollfest ist ja immer vor dem Wollfest, und das Hotelzimmer für nächstes Jahr ist schon gebucht! Hier noch die Beute, die WIRKLICH nicht nur für mich war: Leichtlens Spindel

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Hiya Hiya Sharp zum „mal Ausprobieren“ und das Täschli von Slipped Stitch Studios

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…und natürlich so ein bisserl was Wolliges

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Zieleinlauf!

Und schon ist sie wieder vorbei, die Tour de Fleece
Sehr schade irgendwie… Team Yeti, Ihr seid der Hammer, und Ihr werdet mir fehlen!

Ich habe wirklich durchgehalten und JEDEN Tag gesponnen; am Ende kann ich jetzt sagen: ich kann mit der Handspindel spinnen!
Noch weit weg von „perfekt“, aber man kann das Ergebnis verstricken.
Hey, ich kann Wolle machen – wie krass ist das?!?!

Entstanden sind 6 Mini-Versuchsstränge und bis jetzt 150 g vom ersten „richtigen“ Garn.
Das macht insgesamt 250 g und 525 Meter.

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Das rosé/naturfarbene Garn sind meine ersten 2 selbst gekauften Kammzüge, traumhafte süddeutsche Merinowolle von Chantimanou.
Überhaupt: ohne Chanti und ihre super verständlichen Videos hätte das alles nicht so gut geklappt.
Danke dafür!

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Die Bosworth-Spindel ist mir unterwegs „zugelaufen“, und das habe ich Sheila und Yasmin zu verdanken.
Auch an Euch ein dickes fettes Dankeschön!

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Sogar der Lieblingsmann hat’s versucht:
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…und es wird weitergehen!
In mir reift immer mehr der Gedanke, dass ich ein Spinnrad haben will.
Und selbstverständlich noch 1-2 *hüstel* Handspindeln.
Ich bekomme ein ernsthaftes Zeitproblem, das weiß ich jetzt schon… und ein Platzproblem, denn heute ist schon Fasernachschub aus dem Hause dibadu angekommen:

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*seufz*
Was hab ich da nur angefangen….

Ich hab’s befürchtet…

…das Spinnen macht Spaß, und es ist ein Zeitfresserchen; momentan komme ich zu fast nichts Anderem mehr…

Heute habe ich den zweiten Faden aus Merino/ Seide fertig gesponnen, beide Fäden auf einen Tennisball zum Zwirnball gewickelt, verzwirnt und gehaspelt.
Herausgekommen ist ein relativ gleichmäßiges Garn mit einer Lauflänge von 520 m – YEAH!

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Die langen Seidenfasern haben es mir allerdings auch relativ einfach gemacht, ganz dünn zu spinnen.

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Außerdem muss ich Euch unbedingt zeigen, was mir die nette Postfrau gestern gebracht hat: meine erste Internet-Wollbestellung ever, gefärbt von Frau Drachenwolle!

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von links nach rechts:
– Kirschjoghurt
– Hera
– Versicolor #17
– Marrakesh
– Mondscheinserenade „Freude“
– Reben & Ranken

Alles gefärbt auf 4-fädiger Sockenwolle von Atelier Zitron, bis auf Marrakesh, das ist Sockenwolle mit Seide & Bambus.
Dabei hatte ich das gar nicht bestellt, das lag als nette Überraschung einfach mit im Paket.
Einer schöner als der Andere – danke, liebe Christiane!

Spinnereien… und noch mehr Podcasts

Es gibt schon wieder so viel zu erzählen, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wo ich anfangen soll.

Ich habe Euch ja erzählt, dass bei mir das Podcast-Fieber ausgebrochen ist.
Bei Distelfliege und Creativemother bin ich nun durch, bis zur aktuellsten Folge – hey Ihr Zwei, Ihr könnt dann also weitermachen!

Aber es gibt ja mittlerweile noch viel, viel mehr deutsche Strick- und Spinnpodcasts.
Momentan höre ich mich bei Kaschne durch das, was es Neues aus der „Anstalt gibt.
Ich mag ihre Stimme sehr gerne, und sie erzählt sehr lustig und erfrischend; aber auch vor ernsteren Themen schreckt sie nicht zurück, ein großes Thema ist die Depression, von der sie auch selbst betroffen ist/ war. Respekt vor so viel Offenheit, DAS braucht die Welt!

Leider habe ich festgestellt, dass diese ganze Podcasthörerei einen schlechten Einfluss auf mich hat.
Im April hatte ich beim Wollfest in Backnang dem amerikanischen Handspindelguru Sheila Bosworth gegenüber steif und fest behauptet, dass ich DAMIT nicht auch noch anfangen werde.
Spindel und Spinnfasern hatte ich zwar mal geschenkt bekommen und seit Jahren hier liegen, das Zeug blieb aber völlig unangetastet.
Bis…. ja, bis Ziska, Susanne und Kaschne mir damit im wahrsten Sinne des Wortes lange genug „in den Ohren gelegen“ haben, um mir erfolgreich eine Gehirnwäsche zu verpassen.

Daraufhin habe ich mir ALLE Videos von Chantimanou besorgt – nur für den Fall der Fälle.
Chanti kann das aber alles so toll und verständlich erklären, dass ich mir dachte: ich versuch’s doch noch mal, vielleicht bin ich ja gar nicht so talentfrei, wie ich immer dachte.

Der erste Versuch aus einem relativ kratzigen Kammzug war nicht so der Hit:
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Aber herausgekommen ist etwas, was man theoretisch sogar verstricken könnte!
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Ha, das hat angefangen, mir Spaß zu machen!
Also weiter probiert, dieses Mal mit Merino in einem wunderschönen Orange – das ging schon viiiieeel besser:
Tour de Fleece 2013 Etappe 1

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Ich habe festgestellt: ich kann das auch lernen!!
Tja, und dann hat’s mich richtig gepackt.
In einem Anfall von Übermut habe ich mich bei Ravelry zur Tour de Fleece angemeldet.
Ihr könnt ja mal reinlesen, was das genau ist; ganz grob erklärt geht es darum, die momentan laufende Tour de France mitzufahren – nur eben mit dem Spinnrad bzw. der Spindel.
Es gibt Tagesetappen, es gibt sogar Preise zu gewinnen, und gestartet wird in verschiedenen Teams.
Ich durfte mich mit meiner reichen Spinnerfahrung von ganzen 4 Tagen dem „Team Yeti“ der Ravelry-Gruppe Podcasting auf Deutsch anschließen.
Die sind ja schließlich auch Schuld, dass ich mit dem Blödsinn überhaupt angefangen habe


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Es ist einfach toll, ich lerne jeden Tag dazu, und ich kann den erfahrenen Spinnerinnen Löcher in den Bauch fragen.
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Ich überlege ernsthaft, mir ein Spinnrad zu kaufen, und informiere mich fleißig.
NOCH kann ich mich beherrschen, kostet ja alles ne Menge Geld, Zeit und Platz.
Aber da tun sich kreative Welten auf, das ist sagenhaft!
Und es macht einfach dermaßen süchtig…
Hätte mir das jemand vor 2 Monaten erzählt… tsss….

Ich bleibe dran, und ich werde berichten!

Hört, hört!

Ich muss Euch unbedingt erzählen, was ich neuerdings beim Stricken so nebenher mache!

Normalerweise läuft das so: ich komme nach Hause, und so ziemlich als erstes schmeiße ich PC und Fernseher an und lasse mich berieseln, während ich stricke; meistens von Trash-TV, mäßig interessanten Reportagen und sonstigem Schrott, bei dem man nicht ständig auf den Bildschirm schauen muss.
Eigentlich Zeitverschwendung…
Ich weiß, manche von Euch mögen gerne Hörbücher beim Stricken – ich nicht.
Keine Ahnung warum, vielleicht weil ich da doch zu sehr aufpassen muss, oder weil mir das zu langatmig ist, oder weil ich Bücher einfach lieber mag.

Vor ca. 2 Wochen habe ich die perfekte Strick-Unterhaltung für mich entdeckt:
Podcasts!

Auf die Idee hat mich ein Blogbeitrag von Aud gebracht.
Dann bin ich bei Ravelry auf die Gruppe „Podcasting auf Deutsch“ gestoßen – und es haben sich Welten aufgetan!
Frauen erzählen auf angenehm ruhige oder auch spritzig-witzige und meistens sehr informative Art aus ihrem kreativen Leben.
So ein Podcast dauert meistens zwischen 20 Minuten und einer Stunde, und man hat das Gefühl, man sitzt bei einer Bekannten im Wohnzimmer, strickt so vor sich hin und lauscht ihren Erzählungen.
Ich finde das nicht nur angenehm, mich beim Stricken sozusagen in doppelter Hinsicht mit meinem Lieblingshobby zu beschäftigen, sondern auch sehr inspirierend.
Da ist von neuen Mustern die Rede, ich als Nicht-Spinnerin lerne viel über Faserarten, Zwirntechniken und sowas, und ich beschäftige mich mit Themen aus dem alltäglichen Leben, die mir sonst nicht so geläufig sind.
Ich könnte noch ewig weiter schwärmen

Mittlerweile gibt es doch einige Strick- und Spinnpodcasts auf deutsch, die man mittels iTunes oder Feedreader abonnieren und auf Smartphone oder iPod auch unterwegs hören kann.
Die Mädels kommen aus ganz Deutschland, kennen sich virtuell und teilweise auch real untereinander, und es herrscht da eine sehr nette Gemeinschaft.

Die ersten beiden Pocasts, durch die ich mich jetzt momentan höre, möchte ich Euch kurz vorstellen.

Da ist zum Einen „Die urbane Spinnstube“ von Distelfliege alias Ziska aus Berlin.
Sie erzählt mit sehr angenehm ruhiger Stimme, was sie so strickt und spinnt, und was sie sonst so macht.
Ihr Podcast und ihr dazugehöriges Blog haben einen öko-feministisch-politischen Touch, sie recherchiert ihre Themen sehr gut und bringt das Leben in der Großstadt und ihr Thema „urbane Selbstversorgung“ auch mir als bayrischem Landei näher.

Ebenfalls ein Muss ist „Handgemacht“ von Creativemother alias Susanne.
Sie lebt in München, ist ebenso wie ihr Mann Musikerin und Musiklehrerin und probiert ständig neue Sachen aus.
Susanne strickt, spinnt, singt, schreibt, webt und was ihr sonst noch so alles einfällt, und sie lässt ihre Hörer mit ihrer netten, selbstironischen, mittlerweile „eingebayerten“ Art daran teilhaben.

Es gibt zum Glück noch viel, viel mehr deutschsprachige und NOCH mehr englischsprachige Podcasts – aber falls ihr mal reinhören wollt, habt ihr mit diesen beiden erst mal genug zu tun: Distelfliege hat mittlerweile über 60 und Susanne um die 40 Folgen veröffentlicht.

Falls ich Euch nun angefixt habe, erzählt mir doch mal, wie es Euch gefallen hat!