Morgie und das Artyarn-Camp oder: Tod dem Monk! (Backnang Teil 2)

Jetzt wird’s gspinnert! Zuerst hat mir Herr Leichtlen eine Spindel gebaut…

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Auf dem Weg ins Artyarn-Camp musste ich an düster-schöner Wolle, leuchtenden Strängelchen UND Wachhund Helga

vorbei…

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…um dann den Großteil des Tages in den heiligen Hallen bei Melwittchen und Frau Wo zu verbringen…

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…wo ich quasi vom Monk zum Einhorn mutiert bin:

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Ausgetobt mit Glitzer und Neon…

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…zumindest das Prinzip der Coils verstanden…

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Queen of Batts!

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Frau Wocken vor dem Kaffee…

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…und nach dem Kaffee:

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Doppelter Netzzwirn ohne Boden, Core(..kenzieher) und kurzlebige Coils – aber es hat sooo Spaß gemacht!

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Auch hier nochmal ein unendlich riesiges Dankeschön an die großartigen und übermenschlich geduldigen Tanzlehrerinnen Mel und Geli! …und überhaupt an Alle, deren Gesellschaft ich genießen oder deren Bekanntschaft ich machen durfte. Und für den Spaß, den wir an den (laaangen) Abenden immer haben!

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Nach dem Wollfest ist ja immer vor dem Wollfest, und das Hotelzimmer für nächstes Jahr ist schon gebucht! Hier noch die Beute, die WIRKLICH nicht nur für mich war: Leichtlens Spindel

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Hiya Hiya Sharp zum „mal Ausprobieren“ und das Täschli von Slipped Stitch Studios

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…und natürlich so ein bisserl was Wolliges

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Rauhnächte

Eine sehr arbeitsreiche Vorweihnachtszeit und ein ausgefüllter Arbeitstag an Heiligabend liegen hinter mir, und langsam finde ich wieder etwas Zeit und Muße, nicht nur für’s Stricken, sondern auch, um zum Jahreswechsel wieder ein bisschen Ordnung und Klarheit zu schaffen.

Hey, wisst Ihr was?
Die Tage werden jetzt schon wieder länger!!
Und den etwas luftleeren Raum zwischen den Feiertagen fülle ich mit meinem ersten Mystery-Knitalong zum Thema „Rauhnächte“.
Das Design heißt „Rauer Geist“ und kommt von Regina Satta, und zwar in 3 Teilen. Eine sehr spannende Angelegenheit… normalerweise mag ich es gar nicht, wenn ich nicht vorher weiß, was ich da überhaupt stricke (also: Socken, schon klar); ich bin etwas eigen, wenn es darum geht, worin ich meine wertvolle Strickzeit investiere. Aber ich dachte mir, bei Frau Satta kann man nicht viel falsch machen.

Extra dafür ausgesucht habe ich einen wunderschönen eisig-tüskisgrauen Strang Wollmeise „Mont Blanc“:

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Ich stricke das Knäuel gleichzeitig von innen und von außen.
Teil 1 von beiden Socken habe ich heute beendet; ein bisschen „krumpelig“ sehen die etwas anderen Verzopfungen am Schaft aus, finde ich – aber das Bündchen ist richtig schön.

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Auf dem Sockenbrett sieht es schon etwas ordentlicher aus:

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Ich bin schon total hibbelig, wie es weitergeht, muss mich aber noch bis zum 28.12. gedulden

Falls Ihr bei Ravelry seid und noch mitmachen wollt: hier lang bitte!

Hört, hört!

Ich muss Euch unbedingt erzählen, was ich neuerdings beim Stricken so nebenher mache!

Normalerweise läuft das so: ich komme nach Hause, und so ziemlich als erstes schmeiße ich PC und Fernseher an und lasse mich berieseln, während ich stricke; meistens von Trash-TV, mäßig interessanten Reportagen und sonstigem Schrott, bei dem man nicht ständig auf den Bildschirm schauen muss.
Eigentlich Zeitverschwendung…
Ich weiß, manche von Euch mögen gerne Hörbücher beim Stricken – ich nicht.
Keine Ahnung warum, vielleicht weil ich da doch zu sehr aufpassen muss, oder weil mir das zu langatmig ist, oder weil ich Bücher einfach lieber mag.

Vor ca. 2 Wochen habe ich die perfekte Strick-Unterhaltung für mich entdeckt:
Podcasts!

Auf die Idee hat mich ein Blogbeitrag von Aud gebracht.
Dann bin ich bei Ravelry auf die Gruppe „Podcasting auf Deutsch“ gestoßen – und es haben sich Welten aufgetan!
Frauen erzählen auf angenehm ruhige oder auch spritzig-witzige und meistens sehr informative Art aus ihrem kreativen Leben.
So ein Podcast dauert meistens zwischen 20 Minuten und einer Stunde, und man hat das Gefühl, man sitzt bei einer Bekannten im Wohnzimmer, strickt so vor sich hin und lauscht ihren Erzählungen.
Ich finde das nicht nur angenehm, mich beim Stricken sozusagen in doppelter Hinsicht mit meinem Lieblingshobby zu beschäftigen, sondern auch sehr inspirierend.
Da ist von neuen Mustern die Rede, ich als Nicht-Spinnerin lerne viel über Faserarten, Zwirntechniken und sowas, und ich beschäftige mich mit Themen aus dem alltäglichen Leben, die mir sonst nicht so geläufig sind.
Ich könnte noch ewig weiter schwärmen

Mittlerweile gibt es doch einige Strick- und Spinnpodcasts auf deutsch, die man mittels iTunes oder Feedreader abonnieren und auf Smartphone oder iPod auch unterwegs hören kann.
Die Mädels kommen aus ganz Deutschland, kennen sich virtuell und teilweise auch real untereinander, und es herrscht da eine sehr nette Gemeinschaft.

Die ersten beiden Pocasts, durch die ich mich jetzt momentan höre, möchte ich Euch kurz vorstellen.

Da ist zum Einen „Die urbane Spinnstube“ von Distelfliege alias Ziska aus Berlin.
Sie erzählt mit sehr angenehm ruhiger Stimme, was sie so strickt und spinnt, und was sie sonst so macht.
Ihr Podcast und ihr dazugehöriges Blog haben einen öko-feministisch-politischen Touch, sie recherchiert ihre Themen sehr gut und bringt das Leben in der Großstadt und ihr Thema „urbane Selbstversorgung“ auch mir als bayrischem Landei näher.

Ebenfalls ein Muss ist „Handgemacht“ von Creativemother alias Susanne.
Sie lebt in München, ist ebenso wie ihr Mann Musikerin und Musiklehrerin und probiert ständig neue Sachen aus.
Susanne strickt, spinnt, singt, schreibt, webt und was ihr sonst noch so alles einfällt, und sie lässt ihre Hörer mit ihrer netten, selbstironischen, mittlerweile „eingebayerten“ Art daran teilhaben.

Es gibt zum Glück noch viel, viel mehr deutschsprachige und NOCH mehr englischsprachige Podcasts – aber falls ihr mal reinhören wollt, habt ihr mit diesen beiden erst mal genug zu tun: Distelfliege hat mittlerweile über 60 und Susanne um die 40 Folgen veröffentlicht.

Falls ich Euch nun angefixt habe, erzählt mir doch mal, wie es Euch gefallen hat!

Sockensockensocken

Jaaa, ich stricke noch!
Und zwar gar nicht so wenig.
Nur fotografieren mag ich zur Zeit nicht so recht; entweder es ist draußen knalleheiß und mich fressen die Mücken auf, oder es regnet.

Aber Socken gehen immer.
Kann man immer stricken, immer brauchen, und fotografiert sind sie auch schnell.

Meinen ersten Strang von Dibadu, erbeutet auf dem Wollfest in Backnang, habe ich verstrickt zu einem falschen Schwarzwaldzöpfle für mich.
Das Muster strickt sich fix, man muss nicht besonders aufpassen, und es eignet sich auch für handgefärbte Bunties.
Die Farbe ist so ein Traum, hat mich irgendwie an Engel erinnert…
Und die Wolle ist sowieso ein Traum, „Smooth Knit“ nennt sich die Qualität, die es bei Dibadu anscheinend (leider) nicht mehr gibt.

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Daten
Anleitung: „Falsches Schwarzwaldzöpfle“ von Ingrid Schiller
Garn: Dibadu Funnies Sockenmaler, Farbe „Jetzt ist der Frühling wieder da“
Nadelstärke: 2,25
Größe: 39
Verbrauch: ca. 80 g

 

Dann gab es noch ein Paar Stinos für mich, aus einer sehr gut abgelagerten Meilenweit Merino von Lana Grossa.
Die Wolle verstricke ich immer wieder gerne, auch wenn ich mittlerweile diese industriell gefärbten Printmuster gar nicht mehr so mag.

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Daten
Anleitung: keine
Garn: Lana Grossa Meilenweit Merino, Farbe 2131
Nadelstärke: 2,25
Größe: 39
Verbrauch: ca. 75 g

 

…und diese hier haben mir nicht wirklich Spaß gemacht: „Obendrüber-Socken“ zum Tanzen als kleine Aufmerksamkeit für Herrn H.
Aus Regia, doppelfädig und relativ fest verstrickt:

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Daten
Anleitung: keine
Garn: Regia Poesie Color, Farbe 05814
Nadelstärke: 2,5
Verbrauch: ca. 175 g

Wo fang ich an?

Eigentlich ist das mit dem Bloggen ja so: entweder man bleibt dran, oder man lässt es.
Ersteres schaffe ich irgendwie nicht, trotz aller guten Vorsätze
Und zweiteres will ich aber dann doch nicht!
Also fang ich einfach irgendwo mitten in der Mitte an.
Ohne Beachtung der Reihenfolge.
Einfach weil mir die Farbe so gut gefällt.

Da waren meine ersten Wollmeisensocken für MICH!
Meisensocken zu stricken fand ich zunähst sehr gewöhnungsbedürftig.
Das Garn ist dann doch ein bisschen dicker als normale 4-fädige Sockenwolle, und ich war sehr unsicher wegen der Maschenzahl.
Letzendlich habe ich dann doch alles so gemacht wie immer, nur versucht, etwas fester zu stricken.
Auch das Tragegefühl war am Anfang anders als gewohnt – die Socken kamen mir doch eher „massiv“ vor.
Aber das gibt sich, sie werden weicher, und sie sitzen perfekt und sind schön warm.

Dummerweise habe ich sie in die normale Buntwäsche gepackt und mit WEICHSPÜLER gewaschen!
Ich bin gespannt, ob sie darunter gelitten haben.

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Daten:
Garn: 104 g Wollmeise Twin „Johannisbeere & Brennessel NIP“ vom Summersale
Muster: Mischung aus „Jeck“ und „Ein Hauch von Nichts“
Größe 39
64 Maschen
verstärkte Fersenwand über 20 Reihen
Verbrauch: 104 g

Ich bin dabei!

Seit 2 Wochen läuft der Kartenvorverkauf, und gestern habe ich mich endlich angemeldet:

    …in Backnang

Meine liebe Freundin Claudia hat sich bereiterklärt, mich zu begleiten.

Ich freue mich auf´s Wolle-Anschauen und Anfühlen, auf interessante Workshops,  kreative Ideen und Anregungen – und natürlich auf das Treffen mit vielen Strickbegeisterten (die ich als Ravelry-Neuling hoffentlich bis dahin noch besser kennenlerne).

Ich werde gaaaanz viele schöne Fotos für Euch machen!